Lovely Ones Corona Update

Liebe Freunde und Unterstützer unserer Lovely Ones,

genau wie in Deutschland sind auch in Kenia die Schulen seit mehreren Wochen geschlossen. Auch wenn es nur verhältnismäßig wenige bestätigte CoVid-19-Fälle in Kenia gibt, gelten ähnlich wie in Deutschland Ausgangsbeschränkungen und verschärfte Hygieneregeln. Obwohl Abstandstandhalten, Händewaschen und Desinfektion gerade in einem Slum nur schwer umsetzbar ist, halten sich die vielen Bewohner so gut sie können an die Regeln. Unser Direktor Solomon hält täglich Kontakt zu den Lehrkräften, die wiederum per Whatsapp täglich Kontakt zu den Eltern unserer Lovely Ones suchen. Unseren Schülerinnen und Schülern geht es gut – sie freuen sich jedoch sehr auf den Tag, wenn die Schule wieder öffnet. Von der Regierung wurde hier ein Zeitraum Anfang Juni in Aussicht gestellt.

Solomon und unsere Lehrkräfte sind unglaublich dankbar für die anhaltende Unterstützung auch während der Corona-Zeit. Viele Menschen im Slum haben im Moment gar keine Einkünfte. Heute schrieb mir Solomon dazu:

„While most employers are not  paying here at the moment, you have stood with our staff in the circumstances. We do not take this for granted and ask the entire board to accept our staffs‘ thankfulness at this time. We are not able to thank you enough for helping us to pay our rents and food even in the lockdown. We have used the feeding program money to buy and stock maize,beans we will use when school open and will continue to do so for we know prices will shoot when we eventually open.  Our teachers are so happy and promise do their best with the kids in appreciation when schools open. In the mean time, each class teacher follows up with their parents to ensure the kids stay safe and find time to learn through the television and radio programs offered by the government.“

Meinen allerherzlichsten Dank an alle, die in dieser besonderen und herausfordernden Zeit weiterhin einen Beitrag für unsere Lovely Ones leisten.

Beste Grüße

euer thomas/tschu

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Reisebericht #4

Ein großes Ziel unseres Besuchs bei den Lovely Ones war natürlich auch die Weiterentwicklung unserer Schule und deren Strukturen. So trafen wir uns täglich zu längeren Besprechungen mit Solomon, unserem Direktor. Ähnlich wie in Deutschland, wurde auch der Lehrplan in Kenia umgestellt, so dass nun die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, im Gegensatz zur reinen Wissensvermittlung, mehr im Vordergrund stehen sollen. Wir sprachen über die Herausforderungen, die der Wechsel des Curriculums mit sich bringt, da unsere Lehrerinnen und Lehrer Schulungen benötigen, die sie für diese veränderten Anforderungen ausrüsten. Außerdem müssen neue Schulbücher angeschafft werden, die mit dem Wechsel des Lehrplans und veränderten Inhalten einher gehen.

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Wir sprachen außerdem über die Vision für unsere Schule, unsere Vorstellungen für die Zukunft und unsere Schritte auf dem Weg dahin. Neben schulpolitischen und pädagogischen Belangen konnte Ben noch einige Management-Strukturen mit Solomon erarbeitern. Zur Vereinfachung unserer Buchhaltung, für eine maximale Transparenz und für eine nachhaltige finanzielle Versorgung unserer Lovely Ones werden wir im Laufe der nächsten Zeit das Prinzip von Budget-Töpfen einführen, das Ben durch unserer kleinen Tüten gut veranschaulichen konnte.

IMG_5483Solomon war sehr neugierig, wollte dazu lernen und schrieb alle Ideen fleißig mit. Uns wurde wieder aufs Neue klar, dass der persönliche Kontakt vor Ort unschätzbar wichtig ist, um auf die Herausforderungen und Nöte gut eingehen zu können und Ideen zur Weiterentwicklung unserer Schule vermitteln zu können. Auch wenn unsere Meetings sehr zeitintensiv waren und wir dadurch weniger Zeit mit den Kindern hatten, haben sie sich absolut gelohnt und jede Schweißperle in einem 40 Grad warmen Raum war es wert.

… stay tuned …

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Reisebericht #3

Natürlich kamen wir nicht mit leeren Händen zu unseren Lovely Ones. Dank vieler großzügiger Spender konnten wir einen unverschämt überquillenden Koffer voller Schul- und Spielsachen mitbringen. Die kunterbunten Springseile, Frisbees, Badmintonschläger, Wurfbälle und der nagelneue Fußball wurden sofort bespielt. Voller Ausdauer bewegten sich unsere Lovely Ones zusammen mit uns in der Mittagssonne.

Auch für Solomon und seine Familie hatten wir einige Geschenke dabei. Er war zu Tränen gerührt, als wir ihm berichteten, dass das Geld für sein Dach bereit steht. Doch er freute sich mindestens genauso für seine Frau, die ein neues Kleid, neue Schuhe und zwei Handtaschen sowie ein internetfähiges Handy bekam.

Der schönste Moment an diesem Tag war jedoch das Verschenken unserer kleinen Goodie Bags, die wir für verschiedene Altersgruppen gepackt hatten. Voller Freude und Neugier nahmen unsere Lovely Ones ihre kleinen Papiertüten entgegen und bestaunten die kleinen Geschenke. Neben Zahnbürsten fanden die Kinder einige Süßigkeiten, Stifte und kleine Spielsachen, wie Stempel, Flummis, Kreisel oder kreative Denkspiele. Die leuchtenden Augen unserer Lovely Ones werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.

… stay tuned …

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Reisebericht #2

Am nächsten Morgen machten wir uns im dichten Verkehr der Rush Hour auf den Weg nach Kayole. Schon auf den ersten Metern in den Straßen Nairobis kamen viele Erinnerungen vom letzten Besuch zurück. In der Luft lag der bekannte Geruch – eine Mischung aus altem Müll und Staub, während das muntere Treiben und das Rufen einiger Straßenhändler und Matatu-Fahrer von vielen Motorengeräuschen begleitet wurde. Je tiefer wir in die ärmen Gegenden der Stadt kamen, desto mehr wurden wir begutachtet. Umso verständlicher waren die Blicke, als wir auf unserer ganzen Fahrt nach Kayole keinen einzigen weißen Menschen sehen konnten. Im Ortskern von Kayole holte uns Solomon ab und nach einer herzlichen Begrüßung machten wir uns auf den Weg Richtung unserer Schule. Nach insgesamt einer Stunde kamen wir schließlich vor dem lila gestrichenen Eisentor unserer Schule an. Von drinnen hörten wir schon aufgeregte Kinder rufen: „They’re comBildschirmfoto 2020-03-07 um 20.44.58ing, they’re coming!“ Wir wurden sehr stürmisch, fröhlich und laut mit vielen Umarmungen empfangen – nur einige der Jüngeren Kinder, die noch nie einen weißen Menschen gesehen hatten, waren zunächst zurückhaltend und beobachteten uns aus sicherer Entfe20200224_162537rnung. Ich hatte fast vergessen, wie besonders glatte Haare für unsere Lovely Ones sind, so dass ich viele kleine, nicht immer ganz saubere, Hände auf meinem Kopf spüren konnte. Unser erster Tag bei den Lovely Ones war ein wunderschönes, herzliches Wiedersehen, voll Lachen, Singen, Spielen .

… stay tuned …

 

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Reisebericht #1

Am Samstagabend vor einer Woche machten sich Ben und ich auf den Weg nach Kenia, um unseren Lovely Ones endlich wieder einen Besuch abzustatten. Im Gepäck hatten wir jede Menge Schul und Spielsachen in einem Riesenkoffer und eine zusätzliche Reisetasche mit Geschenken für Solomon und seine Familie. Am Flughafen in München wurden wir sanft darauf hingewiesen, dass unser Koffer viel zu schwer sei – ich war Stolz auf die Großzügigkeit aller Spender – und nach ein bisschen Tetris und Umschichtung von Koffer zu Reisetasche und Handgepäck und zurück, durften wir alles mitnehmen.

In Nairobi angekommen nahmen wir unser Gepäck wieder in Empfang und entdeckten auf allen Seiten unseres großen Koffers grüne Kreidekreuze. Unauffällig habe ich noch vesucht einige der Kreuze wegzuwischen, was nur mäßig gelungen ist. An der Zollabfertigung wurde ich dann, wie zu erwarten, dazu aufgeIMG_5447fordert unseren Koffer zu öffnen. Eine streng wirkende Mitarbeiterin staunte nicht schlecht, sie sie den bunten Inhalt unseres Koffers erblickte. Ich musste nun ganz genau erklären, woher das ganze Material kommt, für wen es gedacht ist und ob ich damit einen kommerziellen Zweck im Sinne habe. Ich konnte die Bedenken der Dame zerstreuen und sie ließ uns mit all unseren Sachen passieren. Glücklich konnten wir so in unsere Unterkunft fahren und haben für die Zukunft wieder etwas gelernt. Kreidekreuze auf Koffern vor der Zollabfertigung sind kein gutes Zeichen.

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In unserer Unterkunft bereiteten wir noch einen Teil unserer Geschenktaschen für die Lovely Ones vor. So wollten wir allen Kindern einen „Goodie Bag“ mit Zahnbürsten, Stiften, Luftballons und kleinen Spielsachen mitbringen. Mit großer Vorfreude auf unseren ersten Tag bei den Lovely Ones schliefen wir an diesem Abend zügig ein.

… stay tuned …

 

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Wir sind absolut überwältigt.

In weniger als einer Woche fliegen wir wieder zu unseren Lovely Ones. Weil wir die Kinder und Lehrer der Schule gerne beschenken wollen, habe ich an dieser Stelle vor 3 Wochen nach Unterstützung gefragt. Was seit dem passiert ist, hat uns überwältigt.

Viele von Euch da draußen haben uns angeschrieben und ihre Hilfe zugesichert. Innerhalb kürzester Zeit haben wir bergeweise neue oder sehr gut erhaltene Schul- und Spielsachen bekommen. So sind zum Beispiel einige Erstklässler, denen ich von unseren Lovely Ones erzählt habe, mit ihren Eltern einkaufen gegangen und haben mir das Schulmaterial stolz überbracht.

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Und das ist noch nicht alles: Auch für die Geschenke an Solomon und Redempta bekamen wir innerhalb kürzester Zeit alle Zusagen. So haben wir sehr schnell Sponsoren für Redemptas Handy und Solomons Dach gefunden. Doch auch alle anderen Wünsche können wir mehr als erfüllen. Redempta darf sich über 2 Handtaschen, ein Kleid und ein schickes paar Schuhe freuen, während Solomon zwei neue Hemden, eine Hose und auch ein schickes paar Schuhe bekommt.

Für unsere liebenswürdigen Schülerinnen und Schüler haben wir 60 kleine Geschenktüten gepackt. Dort finden unsere Lovely Ones kleine altersgemäße Spielsachen, Stifte und eine Zahnbürste.

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Durch viele kleine und große Geldspenden können wir außerdem jede Lehrkraft, sowie unsere Küchendame und unseren Nachtwächter durch eine finanzielle Aufmerksamkeit wertschätzen.

Ein allerherzlichster Dank geht raus an Anja & Schorsch, Anne, Annemarie, Barbara, Biene, Birgit, Chrissi, Christiane, Christian & Christina, Christine, Claudia, Gabriele, Gers & B, Hanna & Gerry, Ingrid, Jaël & Nate, Joni, Lisa, Lyse, Maria & Schorsch, Mic, Oma, Robert & Nina, Simon, Steffen, Tanja, Theo, Tina, Ursl sowie an die Kinder der Klasse 1b & deren Eltern und an eine unbekannte Person, von der wir ein Paket bekommen haben. (u.v.m.)

Außerdem mein großer Dank an alle treuen regelmäßigen Spender. Dass wir in Nairobi eine funktionierende Schule haben, liegt an Euch!

 

 

 

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Nur noch knapp 4 Wochen…

… dann steht der Besuch bei unseren Lovely Ones in Kenia an. Wir wollen die Kinder und Erwachsenen dort ganz praktisch beschenken und vielleicht möchtest Du gerne etwas dazu beitragen.
Bei unserem letzten Besuch hatten wir einen Koffer voller Schul-und Spielsachen dabei und das würden wir dieses Jahr gerne noch übertreffen. Wir wollen bei den Lovely Ones nicht unsere alten, gebrauchten, nicht mehr genutzten Sachen recyceln, sondern sie mit neuem und gutem Schulmaterial und Spielsachen beschenken. Du bist herzlich eingeladen, etwas von diesen Dingen zu besorgen und uns bis spätestens Mitte Februar zukommen zu lassen. Du wirst damit auf jeden Fall einige Kinder glücklich machen.

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(Springseile, Spielseile, leichte Bälle, Luftballons, Federmäppchen, Bleistifte, Buntstifte, gute Kugelschreiber, Lineale, Radiergummis, Spitzer, Klebestifte, Kinderscheren, englische Übungshefte für Vor-und Grundschule)

Wir wollen nicht nur unsere Kinder beschenken, sondern auch unseren Direktor und seine Familie ehren, die sich für die Lovely Ones Tag für Tag aufopfern.

aIMG_2396Das ist Redempta, die Frau unseres Direktors. Sie arbeitet als Straßenverkäuferin und hält Solomon täglich den Rücken frei und verzichtet, zu Gunsten unserer Lovely Ones, oft auf Zeit mit ihrem Mann. Redempta wünscht sich ein Kleid und eine Handtasche. Falls Du diese wunderbare Frau beschenken willst, dann melde Dich gerne bei uns. Außerdem würden wir ihr gerne eine Sache schenken, die sie sich schon lange wünscht: ein internetfähiges Handy.

aIMG_2426Solomon kennst Du ja schon. Als ich ihn gefragt habe, was er sich denn für sich ganz persönlich wünsche würde, war es keine Überraschung für mich, dass er wieder einmal nicht an sich gedacht hat. Sein größter Wunsch ist, das Dach des Hauses seiner Familie auf dem Land zu erneuern, damit seine Verwandten bei schwierigen Wetterbedingungen besser geschützt sind. Als eine der wenigen Familien lebt Solomons Familie noch in einem Haus mit einem Strohdach. Ein vernünftiges Dach kostet ca. 1500€. Das ist eine Menge Geld – ich würde mich jedoch extrem freuen, wenn wir Solomon dieses Herzenswunsch erfüllen könnten.

Falls Dich irgendetwas hier anspricht und Du Lust hast zu helfen, dann melde Dich gerne bei mir unter thomas@lovelyones.de oder auf anderem Wege.

Vielen Dank fürs Durchlesen und das treue Mittragen und Unterstützen von unseren Lovely Ones.

Herzliche Grüße aus dem Lovely Ones HQ

euer thomas

 

 

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Neue Flyer

Mit unserem neuen wunderschönen Flyer bekommst Du viele wichtige Informationen zu unseren Lovely Ones ganz analog und auf einen Blick. So kannst Du Dich wieder neu erinnern, was Du für einen Unterschied im Leben unserer Lovely Ones bewirkst. Gerne darfst Du Dir einige Flyer bestellen, um unsere Lovely Ones in Deinem Umfeld noch bekannter zu machen. Vielen Dank an unsere Unterstützerin Sveti für das schöne Design und diesen hochwertigen Flyer.

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Big 10 – Update zum 10jährigen Jubiläum

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Hallo ihr lieben treuen Unterstützer unserer Lovely Ones, aus gegebenem Anlass gibt es heute ein kleines Update aus Nairobi. Vorletzten Samstag fand unsere große „10 Jahre Lovely Ones Party“ statt. Mit allen Kindern, Lehrern und vielen Anwohnern haben wir unser zehnjähriges Bestehen gefeiert, Zeugnisse verteilt, traditionelle Tänze vorgeführt, die Taekwondo-Gruppe vorgestellt und uns erinnert, welchen Weg wir als Schule schon gegangen sind.  Die Renovierungen und der Ausbau sind, bis auf ein wenig Farbe, abgeschlossen und das alles hast Du mit deinem Beitrag möglich gemacht. Ich danke Euch ganz herzlich, auch im Namen von Solomon, unserem Direktor, der noch viele Ideen und Visionen für unsere Lovely Ones hat. Dein Beitrag macht wirklich einen direkten und spürbaren Unterschied im Leben der Kinder und Erwachsenen und trägt zur Veränderung des Umfelds dort bei. Um das aus erster Hand zu erleben werden Ben und ich in den Faschingsferien wieder nach Nairobi reisen und einige Tage bei unseren Lovely Ones verbringen.

Liebe Grüße aus dem Lovely Ones Headquarter

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